BAU 2017: Ein Klassentreffen der Superlative

Die Messethemen auf einen Blick

Alle zwei Jahre steht für Bauschaffende ein Pflichttermin im Kalender: die BAU. Dann zieht die Karawane zur Messe München. Auch die BAU 2017 wartet wieder mit einem beeindruckenden Programm auf, alles was Rang und Namen in der Architektengilde hat ist dort gelistet. Hersteller aus aller Welt brennen darauf, Ihre Produkte zu präsentierten. Sechs intensive Tage lang, von 16. Bis 21. Januar 2017, trifft sich die Crème de la Crème aus Theorie und Praxis zum fächer- und länderübergreifenden Austausch. Wir verschaffen Ihnen schon jetzt einen Eindruck von der Themenvielfalt.

Die BAU trägt als „Weltleitmesse für Architektur, Materialen und Systeme“ einen hohen Anspruch im Namen. Als weltweit größte Messe der Baubranche versammelt sie eine wachsende Schar an Ausstellern, Wissenschaftlern, Architekten, Fachplanern, Handwerkern und nicht zuletzt neugierigen Fachbesuchern. Die Großveranstaltung zog 2015 rund 250.000 Besucher aus 155 Ländern an, die auf 183.000 Quadratmetern und in 16 Ausstellungsbereichen auf über 2000 Aussteller aus 42 Ländern trafen. Für die BAU 2017 erwarten die Veranstalter keineswegs geringere Resonanz, was die Teilnehmerbefragung nach der BAU 2015 untermauert. Ein weitverzweigtes Rahmenprogramm aus je vier Experten-Foren und Sonderschauen, fünf Architektur- und drei Produkt-Preisverleihungen wartet auf die Besucher (und das neben dem „Kerngeschäft“ rund um Produktneuheiten). Um „Messies“ die Auswahl zu erleichtern, haben wir hier einige prägnante Programmpunkte für einen ersten Überblick zusammengestellt.

Die vier Leitthemen
Die BAU verfolgt auch 2017 mit dem Motto „Die Zukunft des Bauens“ inhaltlich einen hohen Anspruch. Sie bündelt die aktuellsten und drängendsten Fragestellungen zu vier Leitthemen. Sie können unabhängig voneinander betrachtet werden, greifen insgesamt aber ineinander. Sie geben Ausblick auf Kommendes, zeigen aber auch Weiterentwicklungen von bereits Vertrautem, beispielsweise auf dem Gebiet der Gebäudetechnologien. Dazu zählt der Fokus auf:

Intelligente Fassaden
Fassaden haben längst schon nicht mehr die alleinige Aufgabe, vor Wind und Wetter zu schützen. Sie entwickeln sich beinahe zu eigenen Lebewesen, absorbieren Schmutzpartikel aus der Luft, dienen vertikalen Gärten als Unterkonstruktion, sollen dabei wiederverwertbar sein und natürlich ästhetisch anspruchsvoll. Die Medienfassade gewinnt an Bedeutung und auch ihre Interaktivität mit dem Nutzer. Aber nicht nur die Fassadenplanung bedeutet erweiterte Entwurfsmethoden und Kommunikationsprozesse. Das beleuchtet das Leitthema:

Digital Planen, Bauen und Betreiben
Über die komplexen Planungsprozesse hinaus, die Erfahrungen aus dem Automobil- und Maschinenbau anreichern und wo serielle wie maßgeschneiderte Lösungen gefragt sind, geht es hier um die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes und damit auch seine Anpassungsfähigkeit an veränderte Anforderungen. Noch tiefer ins Gebäudegeflecht schaut der Themenkomplex:

Vernetzte Gebäude
Hier wird nicht allein die energetische Optimierung eines Gebäudes betrachtet, sondern, was die „smart buildings“ ihren Nutzern an weiterem Komfort bieten können – gesteuert über deren Mobilnetze. Kein neuer Gedanke, aber ein Feld, zu dem sich ständig Neues berichten lässt. Das wiederum hat erheblichen Einfluss auch auf das

Bauen und Wohnen 2020
Die wohl drängendste Frage im Baugeschehen derzeit und über 2020 hinaus. Wohnen und Arbeiten rücken näher zusammen, dieser Trend verstärkt sich weiter. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum vielerorts ebenfalls und zwar rapide. Außerdem verwandeln sich mit der Gesellschaft auch die Wohnformen. Darauf zu reagieren, ist ein riesiges Aufgabenfeld für die Planer, zumal es nicht allein um Einzelgebäude, sondern um die Fortentwicklung ganzer Städte geht.

Die Foren
Die moderierten Foren lehnen sich thematisch an diese vier Schwerpunkte an. Ihre Besetzung liest sich wie das „Who is Who“ der Planerzunft. So berichten auf dem Forum „Die Zukunft des Bauens“ Regine Leibinger und Mike Schlaich zu Ultraleichtbeton, Andreas Hild zu „BIM für Architekten“, Winy Maas spricht zur „Zukunft des Wohnens“ und Alexander Schwarz zu „Gesellschaft Stadt und Architektur“. Auf dem Forum „Architekt und Industrie im Dialog“ kümmern sich unter anderen Andreas Krawczyk und Marcel Burgstaller um den Zusammenhang zwischen modularem und bezahlbarem Bauen, ob in Holz oder Stroh. Das Forum „Detail research – building the future“ lädt Barbara Holzer, Peter Haimerl und Muck Petzet ein, über die „Ressource Bestand“ zu referieren. Raphael Frei zitiert im Kapitel „Bauen für alle“ mit seinem Vortragtitel „Wie es Euch gefällt“ Shakespeare. Und auch das Forum „Von der Vision in die Praxis“ greift die Leitthemen auf.

Eine weitere Perspektive auf die vier Themenkomplexe lassen die vier Sonderschauen erwarten, für die die BAU mit renommierten Partnern zusammenarbeitet. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) widmet sich mit „Bauen 2020: nachhaltig und zukunftsfähig“ erwartungsgemäß der Ganzheitlichkeit und Langlebigkeit, was sich gleichermaßen auf einzelne Produkte wie auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes bezieht. Die Fraunhofer-Allianz BAU ist erneut Partner: Insgesamt 14 Institute des Verbunds zeigen mit der Ausstellung „Fraunhofer StadtLabor – mit Forschung und Entwicklung Lebensräume gestalten“ ihre neusten Untersuchungsergebnisse zu intelligenten Fassaden und Raumklima sowie klugen Kreisläufen in der Abfallverwertung mit dem Ziel der Müllminimierung. Dass sich die GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik dem generationengerechten Bauen widmet, ist mehr als naheliegend. Das – ebenfalls ein alter Bekannter – ift Rosenheim geht noch dichter an die Praxis. Das Prüfinstitut für Bauteile stellt die „Anwendungsorientierte Bauqualität“ für Schulen, Seniorenzentren, Wohnungsbau und Verwaltungsgebäude in den Mittelpunkt seiner Präsentation „Quality follows function“.

Auf gewerke- und berufsübergreifenden Stammtischen und Expertengesprächen kann man sich darüber hinaus beim „Treffpunkt Handwerk“ begegnen und informieren. Auch abseits der Messepfade und klassischen Öffnungszeiten ist wieder etwas geboten: Bereits zum vierten Mal findet am 20. Januar die Lange Nacht der Architektur mit Thementouren durch München statt.

Unsere Veranstaltungsfavoriten finden Sie hier.

zurück
X

BauNetz Media GmbH

Geschäftsführer
Jürgen Paul

Adresse
Schlüterstraße 42
10707 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 / 887 26 - 300
Telefax: +49 (0) 30 / 887 26 - 333
E-Mail: baunetz@baunetz.de

A DOCUgroup Company

Handelsregister
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 63934

Umsatzsteueridentifikationsnummer
DE 235142160